
"C für Windows" beschreibt die Programmierung mit dem Windows Software Development Kit. Diese Technik entsprach dem Stand von 1993. Sofern die Erläuterungen der heutigen Technik - insbesondere im 32-Bit-Bereich - nicht mehr zutreffen, tragen sie doch zum Verständnis der Programmabläufe und -strukturen unter Windows bei. Deshalb werden diese Inhalte, nachdem das Buch nicht mehr vom Verlag aufgelegt wird, im Internet veröffentlicht.
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Die Beispiele und Lösungen stehen unter hier Verfügung.
Der Windows-Programmierung haftet der Ruf an, besonders aufwendig und schwer verständlich zu sein. Was die nötigen Schritte zur Erstellung eines Programms betrifft, ist der Aufwand im Verhältnis zu DOS-Programmen in der Tat um einiges größer. Was das Verstehen der Programmierphilosophie angeht, sind wir jedoch der Meinung, daß sie nicht wesentlich schwerer zu erlernen ist als zum Beispiel für MS-DOS. Das größte Problem für einen Neuling ist es, erst einmal das Konzept von Windows zu akzeptieren. Ist diese Einstiegshürde überwunden, lernt man ein System mit vielen Vorzüge gegenüber der herkömmlichen Art der Programmierung kennen.
In unserem Buch haben wir daher als oberstes Ziel angestrebt, das Windows-Programmiermodell verständlich zu machen. Dabei haben wir Ausnahmen bei der Programmierung ausgeklammert und von mehreren Möglichkeiten, ans Ziel zu kommen, auch nur eine vorgestellt. Wir gehen davon aus, daß Sie in C programmieren können. Wir haben uns allerdings bemüht, möglichst einfache C-Konstruktionen zu verwenden. Der benötigte Sprachumfang wird zum Beispiel von unserem, ebenfalls bei Rowohlt erschienenen Buch "Programmiersprache C" abgedeckt.
Wie Sie im Laufe der ersten Kapitel feststellen werden, erfordert jedes Windows-Programm eine Vielzahl von immer wiederkehrenden Programmteilen. Daher legen sich viele Programmierer Programmgerüste an, die sie bei jedem neuen Programm immer wieder als Ausgangspunkt verwenden können. Man muß also das Rad nur einmal erfinden und nicht jedesmal neu. Mit dieser herkömmlichen Programmiermethode befaßt sich das Buch in den einführenden Kapiteln.
Daß diese Methode jedoch nicht der Weisheit letzter Schluß ist, ist auch den Compilerherstellern Borland und Microsoft aufgefallen. Daher haben beide eine Vereinfachung der Programmerstellung mit Hilfe von C++ Techniken angestrebt. Das Ergebnis dieser Bemühungen sind die OWL (Object Windows Library) bei Borland und die MFC (Microsoft Foundation Class Library) bei Microsoft. Diesen objektorientierten Ansatz werden wir Ihnen am Beispiel der MFC in den Kapiteln 9 und 10 näherbringen.
Neben diesen sprachrelevanten Teilen wird auch beschrieben, welche Werkzeuge man einsetzt, um zum Beispiel Icons oder Cursor zu entwerfen. Besonders ausführlich haben wir dabei den Help-Compiler berücksichtigt, der in den Beschreibungen häufig recht stiefmütterlich abgehandelt wird.
Die behandelten Entwicklungssysteme in diesem Buch sind:
Borland C++
MS-C/C++ mit dem SDK
Quick-C für Windows
Turbo C++
Visual C++
Beachten Sie bitte, daß Visual C++ in der Professional Version der direkte Nachfolger von MS-C/C++ 7.0 ist! In der Standardversion ersetzt es Quick-C für Windows.
Wir danken den Herren Dipl.-Hdl. Gerhard Haase und Dipl.-Hdl. Dipl.-Kfm. Alexander Parkmann für Beratung und Korrektur bei der Erstellung des Manuskriptes.
Helmut Erlenkötter
Volker Reher
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